Lager Blankenburg wirklich schließen – jetzt!!!

Lager Blankenburg wirklich schließen – jetzt!!!

Vor fast einem Jahr haben Flüchtlinge aus Blankenburg in einem offenen Brief die dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge gefordert, sobald das Land Niedersachsen die ZAAB schließen wird.
Inzwischen ist viel zu viel Zeit unvertan verstrichen. Die Schließung der Landesunterkunft auf dem Gelände des Kloster Blankenburgs steht unmittelbar bevor. Die Stadt Oldenburg muss ab Sommer 2011 ca. 320 Flüchtlinge unterbringen, nachdem sie über Jahre hinweg durch die Existenz der Landesunterkunft Blankenburg vor den Toren der Stadt von dieser Auflage befreit war.
Das Land Niedersachsen ist zu keinerlei Verhandlung  bereit (z.B. erst nach und nach Flüchtlinge zuzuweisen), da Innenminister Schünemann sich freut der Stadt zurückzuzahlen, dass sie während des Flüchtlingsstreiks 2006 die Unterbringung in Blankenburg als inhuman kritisiert hatte.

Zynischer Weise plant nun die Stadt selbst Blankenburg „vorübergehend“ für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, da es nicht genügend billigen Wohnraum gäbe. Vorübergehend bedeutet z.Zt. 3 Jahre, weil sich der Eigentümer sonst nicht auf Investitionen einlassen würde.

Abseits von der Öffentlichkeit wird z.Zt. in den Stadtausschüssen diskutiert, was in Blankenburg verändert werden muss, damit es als städtische Unterkunft für Flüchtlinge genutzt werden kann (z.B. Küchen einzubauen).
Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Flüchtlinge in dieser abseits gelegenen Massenunterkunft Isolation, Ausgrenzung und Entrechtung ausgesetzt sind!
Wir befürchten, dass jeder Cent, der in die weitere Nutzung von Blankenburg als Sammelunterkunft für Flüchtlinge gesteckt wird,  zu einer dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingen in diesem inhumanen, isolierenden Lager führen wird.
Die aktuell noch in Blankenburg lebendenen Flüchtlinge, leben seit Monaten mit der Unklarheit, ob, bzw. wann sie umverteilt werden. Viele wurden bereits transferiert, in andere teils noch katastrophalere Unterkünfte, wie z.B. das Abschiebelager Bramsche. Aktuell gibt es die ungesicherte Information, dass alle Bewohner_innen Blankenburg bis zum 01.04. verlassen müssen, ungeachtet dessen, ob sie soziale Kontakte in Oldenburg haben, die sie nicht verlassen möchten, oder nicht.

Obwohl sich Flüchtlinge bereits vor einem Jahr an die zuständigen Stellen in der Stadt und in Parteien gewandt haben, wurden sie bislang nicht gehört. Auf den offenen Brief gab es so gut wie keine Reaktionen, ebenso wenig wie auf Fragen oder Bitten um aktuelle Informationen.
Ohne massiven Druck aus der Stadt wird sich daran nichts ändern!!!
Jetzt endlich hat sich ein Bündnis von Gruppen aus der Stadt zusammengeschlossen, welches die Forderungen der Flüchtlinge lautstark unterstützen will, doch das  Bündnis muß noch lauter, breiter und sichtbarer werden.

Daher:
Unterzeichnet den offenen Brief mit den Forderungen der Flüchtlinge, damit er auf der Ratssitzung am 28.02.2011 endlich angehört wird und deutlich wird, wieviele Leute und Gruppen aus dieser Stadt sich mit den Flüchtlingen solidarisieren.

Beteiligt euch am Bündnis für die endgültige Schließung von Blankenburg (Leider gibt es z.Z.t keinen regelmäßigen Wochentag für die Treffen, sondern es wird von Woche zu Woche entschieden. wann das aktuelle Treffen ist, erfahrt ihr über antira-ol@gmx.de oder info@ibis-ev.de.
Nächstes Treffen: Dienstag. 08.02.2011,  19h
im Café bei IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V., Klävemannstr. 16

Beteiligt euch an der Ende Februar geplanten Demo (voraussichtlich Sa. 26.02.11, achtet auf weitere Ankündigungen

Kommt am 28.02.11 um 18h zur Ratssitzung im PFL, wo wir Blankenburg zum Thema machen werden.

Helft mit zu verhindern, dass Blankenburg dauerhafte als städtische Flüchtlingsunterkunft genutzt wird!

Für ausreichenden, günstigen und nicht ausgrenzenden Wohnraum für alle, statt kapitalistische Nutzung von Wohnraum für Büros und Banken!

Für ein gutes Leben für alle Menschen, weltweit!

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